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Die Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen – im Job, im Straßenverkehr, beim Vertragsabschluss oder sogar bei einer strafrechtlichen Anschuldigung. Viele Versicherte zahlen jahrelang Beiträge, ohne die Versicherung je zu benötigen – bis genau der eine Moment kommt, in dem sie den Unterschied macht. Die folgenden Fälle zeigen das in der Praxis.

Echter Praxisfall

Betriebsbedingte Kündigung nach Jahrzehnten im selben Unternehmen

Ausgangslage

Ein gut verdienender Angestellter ist seit vielen Jahren bei derselben Firma beschäftigt. Seine umfassende Rechtsschutzversicherung besteht zum Zeitpunkt des Falls (2020) bereits seit zehn Jahren, ohne dass er sie je in Anspruch genommen hätte – zu diesem Zeitpunkt sogar ohne Selbstbeteiligung. Völlig überraschend erhält er eine betriebsbedingte Kündigung.

Regulierung

Der Rechtsschutzversicherer übernimmt die Kosten der arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung in Höhe von knapp 3.600 EUR vollständig.

Zehn Jahre lang hatte der Mandant die Rechtsschutzversicherung nicht gebraucht – und sich womöglich gelegentlich gefragt, ob sich der Beitrag überhaupt lohnt. Genau in diesem einen, völlig unerwarteten Moment hat sie sich vollständig ausgezahlt. Der Mandant hat sich danach ausdrücklich für die langjährige Empfehlung bedankt. Der Wert einer Rechtsschutzversicherung zeigt sich oft erst nach vielen beitragspflichtigen, aber leistungsfreien Jahren.

Echte Praxisfälle – kompakt

Weitere Fälle aus der laufenden Beratungspraxis

Schadenersatz-Rechtsschutz, 2019: Der Versicherer übernimmt Anwalts- und Verfahrenskosten in Höhe von knapp 1.800 EUR zur Durchsetzung eines Schadenersatzanspruchs.

Vertrags-Rechtsschutz, 2021: Der Versicherer übernimmt Kosten in Höhe von knapp 1.400 EUR in einer vertraglichen Auseinandersetzung.

Diese Fälle zeigen, dass Rechtsschutzfälle nicht immer spektakulär sein müssen, um wertvoll zu sein. Auch mittlere Streitwerte summieren sich – und werden ohne Versicherung schnell zu einer ernsten finanziellen Belastung.

Beispielszenario

Eingreifen bei einer Auseinandersetzung – und plötzlich selbst der Beschuldigte

Ausgangslage

Auf einem Stadtfest gerät ein Besucher in eine handgreifliche Auseinandersetzung am Nachbartisch. Ein unbeteiligter Gast greift ein, um Schlimmeres zu verhindern, und hält einen der Beteiligten fest. Im Gegenzug wird er selbst getreten und erleidet einen Schlag ins Gesicht. Die Polizei trifft kurz darauf ein.

Schadenbild

Wenige Tage später erhält der Helfer überraschend eine Strafanzeige wegen Körperverletzung – ausgerechnet von der Person, die er festgehalten hatte.

Regulierung

Über den Spezial-Straf-Rechtsschutz wird ein Strafverteidiger eingeschaltet, der Akteneinsicht beantragt und auf Notwehrhilfe und Zivilcourage verweist. Das Verfahren wird eingestellt, die Verteidigungskosten von rund 3.200 EUR übernimmt der Versicherer vollständig. Zusätzlich macht der Betroffene über den Schadenersatz-Rechtsschutz erfolgreich Schmerzensgeldansprüche für seine eigenen Verletzungen geltend; auch diese Kosten von rund 6.500 EUR trägt der Versicherer.

Wer in einer Notlage eingreift, kann selbst zum Beschuldigten werden – das ist kein Einzelfall. Ein guter Tarif deckt in einer solchen Situation sowohl die Strafverteidigung als auch die eigenen Schadenersatzansprüche ab, ohne dass eine zusätzliche Versicherung nötig wäre.

Beispielszenario

Streit mit der eigenen Unfallversicherung um die Invaliditätsleistung

Ausgangslage

Nach einem schweren Sportunfall mit Wirbelsäulenverletzung erkennt die private Unfallversicherung zunächst nur eine geringe Invaliditätsleistung an, weil sie eine dauerhafte Beeinträchtigung anzweifelt. Mehrere Gespräche mit dem Versicherer bleiben ergebnislos.

Regulierung

Über den Vertrags-Rechtsschutz wird ein auf Versicherungsrecht spezialisierter Anwalt eingeschaltet. Ein unabhängiges Gutachten bestätigt die dauerhafte Beeinträchtigung. Der Fall geht vor Gericht und endet in einem für den Versicherten deutlich verbesserten Vergleich. Die gesamten Verfahrenskosten von rund 12.000 EUR übernimmt der Rechtsschutzversicherer.

Eine Rechtsschutzversicherung hilft nicht nur gegen Dritte, sondern auch im Streit mit dem eigenen Versicherer – etwa wenn dieser eine Leistung zunächst zu niedrig ansetzt. Ohne fachkundige rechtliche Unterstützung bleibt der Versicherte in solchen Auseinandersetzungen häufig im Nachteil.

Die echten Praxisfälle sind anonymisiert dargestellt, die als „Beispielszenario“ gekennzeichneten Fälle sind frei formulierte, fiktive Illustrationen typischer Konstellationen und keine realen Mandantenfälle. Versicherernamen werden bewusst nicht genannt.

Sind Sie für den einen Moment vorbereitet, in dem Sie die Rechtsschutzversicherung wirklich brauchen?

Arbeitsrecht, Strafrecht, Vertragsrecht – die wenigsten denken an ihre Rechtsschutzversicherung, bis der Ernstfall eintritt. Lassen Sie uns prüfen, ob Ihr Schutz zu Ihrer Lebenssituation passt.

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