← Zurück zur Übersicht

Die Wohngebäudeversicherung schützt die Substanz des Hauses selbst – gegen Leitungswasser, Sturm, Hagel, Feuer und je nach Tarif auch gegen Elementarschäden wie Überschwemmung. Schäden in dieser Sparte gehören zu den teuersten überhaupt, weil sie oft die komplette Bausubstanz betreffen. Die folgenden Fälle zeigen, wie schnell sechsstellige Summen entstehen können – und warum die richtige Tarifgestaltung und eine wache Begleitung im Schadenfall entscheidend sind.

Echter Praxisfall

Überschwemmung im Rohbau – Schaden vor Fertigstellung des Hauses

Ausgangslage

Ein Neubau in Flussnähe befindet sich noch in der Bauphase, das Haus ist also noch nicht vollständig fertiggestellt und bezugsfertig.

Schadenbild

Keller und Erdgeschoss werden überflutet. Die Schadenhöhe beläuft sich auf über 46.000 EUR.

Regulierung und Folgeentwicklung

Es handelt sich nicht um den einzigen Schaden an diesem Objekt innerhalb eines bestimmten Zeitraums. In der Folge ist der Versicherer nur noch bereit, den Vertrag zu veränderten Bedingungen fortzuführen. Ein Marktvergleich zeigt, dass andere Versicherer keine bessere Lösung anbieten. Durch gezielte Verhandlung mit dem bestehenden Versicherer wird eine Anschlusslösung gefunden: Der Beitrag steigt auf mehr als das Doppelte, im Gegenzug erhöht sich aber auch der Leistungsumfang des Tarifs deutlich.

Mehrere Schäden in kurzer Zeit können dazu führen, dass ein Versicherer einen Vertrag nur noch zu schlechteren Konditionen oder gar nicht mehr fortführen will. Wer dann allein am Markt unterwegs ist, hat häufig schlechtere Karten als jemand, der mit Marktüberblick gezielt nachverhandelt. Der Fall zeigt außerdem: Ein Versicherungsfall kann bereits eintreten, bevor ein Gebäude überhaupt fertiggestellt ist.

Echter Praxisfall

Leitungswasserschaden über 110.000 EUR – weil eine Deckungslücke rechtzeitig geschlossen wurde

Ausgangslage

Im Rahmen einer Vertragsprüfung stellt sich heraus, dass der bestehende Wohngebäudevertrag einer Mandantin keinen Schutz gegen Leitungswasserschäden enthält – und auch kein separater Vertrag bei einem anderen Versicherer besteht. Anfang 2012 wird daraufhin der Versicherer gewechselt und gleichzeitig eine Leitungswasserdeckung in den neuen Vertrag aufgenommen.

Schadenbild

Knapp zwei Jahre später, 2014, kommt es zu einem ausgedehnten Leitungswasserschaden, der nahezu das gesamte Haus betrifft. Bad und Küche müssen komplett erneuert werden, ein Statiker muss prüfen, ob das Gebäude einsturzgefährdet ist. Die Mandantin muss über mehrere Monate in einer Ferienwohnung leben.

Regulierung

Der Versicherer erstattet insgesamt über 110.000 EUR. Davon werden 500 EUR vertragliche Selbstbeteiligung abgezogen sowie weitere rund 500 EUR, weil bei der Sanierung in Teilbereichen hochwertigere Materialien verbaut werden, als zuvor vorhanden waren. Die Mandantin ist mit der Regulierung sehr zufrieden.

Wäre die Mandantin beim alten Versicherer ohne Leitungswasserschutz geblieben, hätte sie bei diesem konkreten Schaden mit hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt keine Leistung erhalten. Die rechtzeitige Prüfung und Anpassung des Vertrags – zwei Jahre vor dem Schadenfall – hat über eine sechsstellige Erstattungssumme entschieden. Genau das ist der Unterschied, den eine regelmäßige Vertragsprüfung machen kann, lange bevor überhaupt ein Schaden in Sicht ist.

Alle Praxisfälle sind anonymisiert dargestellt. Versicherernamen werden bewusst nicht genannt – es geht nicht um die Empfehlung einzelner Anbieter, sondern um die Frage, worauf es bei der Tarifauswahl und Schadenbegleitung ankommt.

Ist Ihr Wohngebäude gegen die teuersten Schäden wirklich abgesichert?

Leitungswasser, Elementarschäden, Folgen mehrerer Schäden in kurzer Zeit – gerade bei der Wohngebäudeversicherung liegt der Teufel im Detail. Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, ob Ihr Vertrag hält, was er soll.

Beratungsgespräch vereinbaren

Nach oben scrollen